Feelgood – Die mentale Software für den Erfolg

Wie die Unternehmenskultur die Leistung von Agenturen verändert

Erfolg, sagen amerikanische Management-Gurus sei eine Frage des richtigen „mindsets“, der richtigen Einstellung also. Freude, positive Erfahrungen und Erfolgserlebnisse motivieren nachhaltig und intensiver als purer Wille, angestrengtes Durchhalten und reines Pflichtbewusstsein es könnten. Wo man sich wohlfühlt, will man bleiben. So einfach ist die Formel tatsächlich. Dass das nicht nur im Privatleben, sondern auch im Büro gelingen kann, belegt der Feelgood-Ansatz. Das Konzept stellt das positive Erleben und Mitgestalten der Arbeitswelt ins Zentrum der Betrachtung. Der Mensch wird darin zum aktiven Gestalter seiner Arbeitsumgebung.

Es geht nicht um den Kickertisch

Feelgood ist jedoch weitaus mehr als der berüchtigte Popcornautomat in der Teamküche oder der Kickertisch im Konferenzraum. Feelgood und Unternehmenskulturkonzepte, die auf Wertschätzung und Miteinander setzen, sind die notwendige Konsequenz aus den massiven Veränderungen, die unsere Arbeitswelt kennzeichnen. „Dabei geht es um wichtige Themen wie Kommunikation, Feedbackkultur und Wissensaustausch“, erläutert Benjamin Keller, zertifizierter Feelgood Manager, der seit Sommer 2017 den Prozess bei Markatus begleitet. Er ergänzt: „Qualitatives Feelgood Management wird in der Zukunft eine strategisch wichtige Rolle spielen, insbesondere für Unternehmen, deren Fortentwicklung von einem zeitgemäßen Umgang mit digitalen Ressourcen und dem Gewinnen von fähigen und leistungsbereiten Nachwuchskräften abhängig ist.“

Die Generation Y verändert den Agenturalltag

Gute Leute werden gesucht. Die Werte der heutigen Berufseinsteiger und der „Gen-Y“, deren älteste Angehörige nun in mittlere Positionen gelangen, liegen oft jenseits von rein monetärer Entlohnung. Was man tut, soll im besten Falle Sinn stiften und Spaß machen. Wer gerne arbeitet, so die Erkenntnis, ruft ein höheres Leistungspotenzial ab. Weil er will, nicht weil er muss. Und bleibt. Unzufriedene, frustrierte und wechselbereite Mitarbeiter kosten Unternehmen 90 bis 200  % eines Jahresgehalts, um eine adäquate Nachbesetzung zu finden. Und ob die dann bleibt, ist fraglich. Die Grundüberlegung: Wenn Arbeit Freude bereitet, weil die Prozesse auf die vorhandenen Talente und ihre Arbeitsbedürfnisse hin abgestimmt werden, wenn Arbeit sinnstiftend ausgestaltet ist, weil es eine positive Kommunikationskultur intern wie extern gibt, und Mitarbeiter sich als Teil jener Faktoren begreifen können, die den Unternehmenserfolg ausmachen, dann schafft man eine nachhaltig positive Arbeitswelt. Die Motivation, der Wille mitzugestalten, sich einzubringen und für den „eigenen Laden“ gemeinsam anzupacken, wächst. Wer das gefunden hat, muss nicht weitersuchen. „Als Feelgood Manager gestalte ich die bestmöglichen Rahmenbedingungen, um der vollen Potenzialentfaltung, Leistungsfähigkeit, Mitgestaltung und dem Wohlbefinden der Mitarbeiter den Weg zu ebnen. Ich verstehe mich als Kulturgestalter, der Mitarbeiter und Geschäftsführung individuell unterstützt und zugleich die Prinzipien von Feelgood vorlebt“, so Benjamin Keller.

Feelgood – eine Entwicklung von GOODplace

Zertifiziert wurde der Experte von GOODplace, dem Hamburger Spezialisten für Feelgood-¬Kultur am Arbeitsplatz, der zugleich sogenannte GOODplaces zertifiziert, also Unternehmen, die bereits erfolgreich im Sinne des Feelgood-Gedankens arbeiten. Benjamin Keller ist mit seinem Selbstverständnis in bester Gesellschaft. „Der Feelgood Manager ist kein Klassenclown, sondern Partner“, unterstrich Janine Novo de Oliveira, Feelgood Managerin bei Facebook in einem Meinungsartikel auf XING.com. „Am Ende entscheiden nicht allein die bunten Wände, Baristakaffee oder der Kicker. Viel wichtiger für den Erfolg eines Unternehmens ist, welche Werte es lebt und wie authentisch diese vermittelt werden“, so die Facebook-Managerin.

Feelgood als Bestandteil des Leitbilds bei Markatus

Kick-off-Termin für den Prozess bei Markatus war im Juli 2017. Im ersten Schritt wurde eine Analyse zur Standortbestimmung durchgeführt. „Wir haben gemeinsam evaluiert, was aus Team- und Geschäftsführungssicht besonders gut und was nicht so gut läuft und daraus die wichtigsten Maßnahmen abgeleitet, die für alle sinnvoll und wichtig sind“, beschreibt Benjamin Keller das Vorgehen. Im zweiten Schritt ging es darum, Feelgood im Agenturalltag zu etablieren. Und das beginnt mit der richtigen Einstellung. Dem „mindset“ eben.

In regelmäßigen Reviews und bei Nachfassterminen mit dem Team wurde und wird überprüft, was auf den gemeinsam erarbeiteten Vorgaben geworden ist. Im zweiten Feelgood-Jahr ist bei Markatus bereits viel passiert: Ein wöchentlicher Check-in am Montag und ein Check-out am Freitag versammelt das Team an beiden Standorten zum gemeinsamen Statusabgleich. Neue, zusammen entwickelte Kommunikationsregeln erleichtern die Abstimmung im Alltag, das Team hat die Büroräume nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestaltet, individuelle Arbeitshilfen wurden angeschafft und die Projektadministration wurde verschlankt. Eine tägliche Pufferstunde sorgt für mehr Raum zum kreativen Arbeiten oder für gezieltes Weiterbilden und der „Walk & Talk“ wurde als Tool zum persönlichen Mitarbeitergespräch an der frischen Luft etabliert. Aktuell werden verschiedene Feedback-Methoden vom Team ausprobiert, um die interne Manöverkritik zu ritualisieren und sich gemeinsam zu verbessern, ohne durch die geäußerte Kritik Sensibilitäten beim anderen zu wecken. Und das sind nur einige der angestoßenen Entwicklungen.

Wie gelingt Feelgood in der Agentur?

„Wir arbeiten kontinuierlich daraufhin, die Agentur, unsere Umgebung, aber auch unseren Teamspirit so fortzuentwickeln, dass wir nachhaltige Bedingungen für ein Wir-Gefühl, für unser Agentur-Selbstverständnis und das jeweils individuelle Bedürfnis zur Gestaltung der eigenen Arbeitswelt schaffen“, erläutert Keller den fortlaufenden Prozess. Was so launig und nach gemütlichem Wohlfühlen klingt, ist nicht selten harte Arbeit. „Wir diskutieren viel, im Leitbildprozess zum Beispiel haben wir wirklich um jeden gemeinsamen Wert und um jedes Wort gerungen. Aber der arbeitsreiche Weg lohnt sich. Denn am Ende halten wir etwas in Händen, was wir wirklich für uns entwickelt haben, was Markatus wirklich ist“, freut sich Keller – nicht zuletzt deswegen, weil sein Ansatz explizit im Markatus-Leitbild Eingang gefunden hat. Beziehungspflege ist ein aufwändiges Geschäft – mit sich selbst genauso wie mit anderen. Doch der Lohn ist nie zu unterschätzen: nachhaltige Beziehungen. Wenn die das Grundgerüst für gemeinsames Arbeiten sind, freut man sich am Sonntagabend aufs nächste Aufwachen. Hört sich gut an, oder? Wir wissen: Es fühlt sich auch so an.

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